Jubilee: Ein  Nachwort

Der Zorn darf kein Heimatrecht beanspruchen. Allein das Gleichmaß triumphiert. Gerade deshalb wird die
Langeweile des Durchschnitts siegen. Das wissen bereits die Wissenschaftler des Jahres 1520

Horst Herrmann, Martin Luther, Ketzer und Reformator, Mönch und Ehemann, München 1999, S. 216

Im Motto meines "Jubilee"- Textes habe ich das im Sendbrief vom Dolmetschen gebrauchte Luther-Wort von den Wacken und Klötzen vrwandt. Natürlich gelingt wohl kaum etwas, woran Ansprüche gestellt werden, nahtlos ohne Wacken und Klötze. Doch ist es sonderbar, wenn gerade eine Institution, die doch auch und gerade im eigenen Interesse und mit dem Blick auf wünschenswert optimale Resultate eine gewisse Kreativität und Eigenverantwortung nicht auch denen ermöglicht, die qua Titel nicht ganz oben sind und dort das Sagen haben. Wird eine Institution zur Eigenintiativ-Verhinderungsanstalt, so stellt sie sich nicht nur ein Bein, sondern sich auch im Rahmen des Bemühens um Exzellenzcluster ein schlechtes Zeugnis aus.

Natürlich sind Lebensläufe, Lebensentwürfe nicht so ohne weiteres vergleich- oder gar normierbar. Manche wissen, wie oben angedeutet, schon als Grundschüler, was sie mal werden wollen, und das werden sie auch. Andere, die vielfältige Interessen haben, tun sich schwer. Die einen haben einen "akademischen Hintergrund", brauchen zu Hause nie zu helfen, bekommen jede Menge motivierender Unterstützung, andere wachsen in "kleinbürgerlichem" Milieu auf und tasten sich, in bescheidenen Schritten lernend, voran bis in akademische Gefilde. Die einen bleiben ledig, unabhängig und werden möglicherweise zu wissenschaftlichen Kosmopoliten, andere gründen eine Familie, leben vergleichsweise konstant und sind froh, wenn sie eine der wenigen begehrten Dauerstellen bekommen haben und damit die Sicherheit, die Familie ernähren zu können. Die einen arbeiten von vornherein und möglicherweise lange Zeit in einem kreativen Team, andere werden einem bald ausscheidenden Leiter zugeteilt und geraten so in eine Isolation, aus der sie schwer oder gar nicht herauskommen können. Die einen erleben die Verwirklichung ihrer Interessen, Fähigkeiten und Zielvorstellungen, andere verschleißt man in Aufgaben, mit denen sie sich abfinden müssen, weil sie froh sein können, den "Job" bekommen zu haben. Die einen fördert man, ebnet ihren Weg, schickt sie auf Tagungen, andere läßt man links liegen und "betraut" sie mit inferioren Aufgaben. Insofern unterscheidet sich auch die universitas litterarum nicht von vielen anderen Arbeits-Biotopen oder, wie die Personalräte sagen, Gewerken.

Professor Ludwig Erich Schmitt stand bei meinem Dienstantritt nur viereinhalb Jahre vor der Emeritierung. Man machte mir sofort klar, daß inzwischen ein anderer, jüngerer das Sagen habe und ich mich entsprechend orientieren solle. Ich hatte einen nur einjährigen Arbeitsvertrag bekommen, die Zukunft war ungewiß, weshalb ich in aller gebotenen Eile die Promotion vorantrieb und es tatsächlich schaffte, sie nicht ohne Risiko und ohne jegliche Hilfe und spätere Überarbeitung nach etwas über einem Jahr abzuschließen; inzwischen hatte es wieder, nicht ungewöhnlich, nur einen weiteren Jahresvertrag gegeben. Es waren harte Zeiten. Ich hatte ausgesorgt, bekam meine Urkunde und hielt sofort die erste Lehrveranstaltung.

Die Jahre mit meinem in jeder Hinsicht unvergleichlichen Chef, dem einzigen Ordentlichen Professor für germanische Sprachen und Literaturen, sind ebenso fruchtbar wie anregend. Ein Hochschullehrer mit außergewöhnlichem Horizont. Ein wirklicher Gelehrter, der motiviert und vielfältige kulturelle Bezüge aufzeigt. Ich lerne etwas Niederländisch und darf sogar auch bei einer niederländischen Prüfung als Beisitzer protokollieren und über die Note mitberaten. Und unter anderem ein Doktoranden- und Habilitandenkolloquium organisieren, in dem ich erlebe, wie schwer es bestimmte Aspiranten haben, die mit familiären Aufgaben überlastet sind. Nur einer schafft es in jenen Jahren.

Wissenschaft auf Augenhöhe. In dieser Zeit bin ich stolz darauf, einem der renommiertesten, weltbekannten dialektologischen Forschungsinstitute anzugehören. Doch immer wieder das Empfinden, in dieser anspruchs- und vertrauenswollen Assistenz und Zusammenarbeit isoliert zu sein; anderswo weht ein anderer Wind, und auch später geht man auf Abstand. Isolation durch Mißtrauen. Mißtrauen durch Ratlosigkeit, und diese wiederum als Resultat mangelhafter Führungskompetenz.

Wacken und Klötze. Gehen wir mal zurück in den Frühsommer 1974, als ich den Plan fasse, in Eigeninitiative als Funkamateur eine Sonderlizenz für das Institut zu beantragen und, ganz ohne anfallende Kosten, unter diesem Rufzeichen nicht nur Werbung für Vorhaben und Forschungsziele zu machen, sondern auch dialektbezogene Enqueten durchzuführen, d.h. die entsprechenden Funkpartner zu ihren, falls vorhandenen, Mundarten zu befragen, sie um das Sprechen mundartlicher Äußerungen zu bitten und diese gleich (auf Spulen- oder Cassettentonband) aufzuzeichnen, was auch im Rahmen schmalbandiger Kommunikation (mit dennoch ausreichender Tonqualität) durchaus möglich und reizvoll gewesen wäre und zeit- wie kostenintensive Aufnahmefahrten erspart hätte. Auf diese Weise hätten hunderte individueller Tonproben erstellt werden können für einen kleinen deutschen Sprachatlas nach phonetischen, morphologischen, lexikalischen und idiomatischen Kriterien, auch hätten die Funkpartner mal in Mundart ihre Station beschreiben und aus ihrem Hobby berichten können, eine im übrigen auch fachsprachlich willkommene Alternative zu den vielen hunderten Schweineschlacht-Erzählungen der traditionell zunächst mit Wenkersätzen befragten Gewährspersonen. Das nötige Equipment hätte ich beigesteuert, es hätte allerdings eine Antenne errichtet werden müssen, was jedoch durchaus problemlos hätte durchgeführt werden können. Und es hätten die vom DARC verschickten QSL-Karten gedruckt werden müssen: zur Bestätigung der Funkverbindungen und mit der Möglichkeit, in ansprechendem Design auch hier das renommierte Institut weltweit bekannt zu machen. Auch die anfallenden monatlichen Lizenzgebühren hätte ich bezahlt - und habe es trotz des Ausgangs auch jahrzehntelang, obwohl keine einzige derartige Verbindung mit dem genehmigten Sonder-Rufzeichen zustandekam. Natürlich hatte ich den nach Initiativen der Öffentlichkeitsarbeit recherchierenden Fachbereich alsbald von meinem Plan informiert, war jedoch sofort auf Ablehnung gestoßen, und es hatte sogar eine Institutssitzung gegeben, auf der dieses Unverständnis in schockierender Weise zementiert wurde. Was ich da vorhätte, sagte jemand, sei etwa so, als wolle ich mit einem Bauchladen herumlaufen. Also wurde nichts aus dem Rufzeichen D-K-Null-D(eutscher) -S(prachatlas). Eine innovative Chance wurde vertan, und das Institut konnte sich nicht einreihen in die Schar universitärer Forschungsinstitute, die bereits derartige Sonderstationen besaßen und damit einen jenseits eingefahrener Methoden reichenden Horizont.

Erst im Nachhinein, aus heutiger Sicht, wird deutlich, welche immense Chance damals aus Borniertheit und Unkenntnis heraus vertan wurde. Mangels digitaler Störfelder waren in jener noch völlig "analogen" Zeit die Kurzwellenbänder wesentlich "sauberer", ruhiger als heute, was auch schwache Signale (z.B. von Funkstellen aus entfernten Bezirken der damaligen DDR) hätte verständlich und nutzbar machen können; zweitens hätte die vorgeschlagene Funk-Abfrage auch deutsche Sprachinseln im Ausland, ja sogar bis hin zu den amerikanischen Mennoniten und bis Blumenau in Brasilien, miterfassen können. Wie später Versuche mit unzähligen , wegen geringer Defekte ausgemusterten Blinden-Hörbuchcassetten zeigten, hätte damals z.B. auf BASF LH 60 oder LH 90 gemachte Funk-Mitschnitte 40 oder mehr Jahre verlustfrei überstanden. Das damals von mir mit Verve angebotene Projekt ließe sich heute, im Jahre 2020, so garantiert nicht mehr oder nur eingeschränkt realisieren: die Bänder werden fast nur noch von Contesten belegt, bei denen in ultrakurzen Dialogen maximale Punktzahlen angestrebt werden, und überhaupt haben heute nur noch starke, meist teure, zunehmend digitalisierte Stationen mit leistungsstarken Endstufen und Antennen eine Chance.

Im Wintersemester 1976/77 halte ich an der Justus-Liebig-Universität Gießen als Gast eine sehr gut besuchte Einführung in die Historischen Linguistik, mit ausgesuchten Textzeugnissen reicht sie von der Runenkunde bis hin zur sprachlichen Neuzeit. Da das Ganze sehr erfolgreich verlaufen ist und auch teils sehr gute schriftliche Arbeiten erbracht hat, beantrage ich dort für das Sommersemester 1977 zwei ebenfalls außerhalb der Marburger Dienstzeit durchzuführende Lehrveranstaltungen: ein Pro- und ein Hauptseminar. Beide werden befürwortet, doch legt mir der in Marburg amtierende Dekan nahe, den Antrag zurückzuziehen, da das sonst "zu einem Eigentor" für mich werden könne. Ich werde nie wieder die Chance bekommen, ein HS zu halten.

Nun, vielleicht ist dies alles nicht so wichtig und gravierend wie subjektiv geschildert, aber gehen wir mal weiter bis 1981 und das damalige Vorhaben, qua Fachbereichsrats-Beschluß künftig alle Proseminare obligatorisch mit Abschlußklausur zu beenden und durch dieses standardisierte Verfahren sicherlich Zeit und Aufwand zu sparen. Als damaliges Mitglied des Fachbereichs-Rats plädiere ich hingegen dafür, den Studierenden im Rahmen der mit dem Proseminar intendierten universitären Propädeutik weiterhin (und nicht, wie ich meine, zu spät in den Hauptseminaren) das Anfertigen von schriftlichen Arbeiten zu ermöglichen, diese leistungsbezogen zu benoten und dies als Abschlußqualifikation zu belassen. Doch habe ich keine Chance, werde in diesem ohne Not gleichgeschalteten Gremium massiv unter Druck gesetzt, es wird sogar eine gesonderte Sitzung unter Ausschluß der studentischen Öffentlichkeit anberaumt, mir wird nahegelegt, diese zu verlassen, und man droht mir. Wenn es ans Schwören gehe, sollte ich doch mal an meine Stelle im Institut denken. Doch gebe ich nicht nach und enthalte mich schließlich bei der Abstimmung. Wenig später verliere ich eine mir zugewiesene anspruchsvolle Aufgabe, aussichtslos ist die neue Kandidatur für den Fachbereichsrat, und es dauert ganze fünf Jahre, bis ich nach fünf sehr erfolgreichen Ferienkursen (1977-1981) sozusagen außer der Reihe im Jahre 1986 wieder einmal als Kursleiter fungieren darf. 1981 hatte mir noch den absolut erfolgreichsten Ferienkurs beschert (was sich auch in einem vergleichseise riesigen Geschenkepaket niederschlug), doch dann ging es bergab. 1982 hatte ich noch gehofft und der Kanzler mir die Möglichkeit angeboten, für mich eine zusätzliche Kursgruppe einzurichten, doch wurde mir seitens des Fachbereichs eröffnet, wenn ich das durchzusetzen versuchte, würde es für mich gravierende Konsequenzen haben. Mit meinen trotzdem im ISK-Keller ausgelegten, übriggebliebenen Handouts zu meinem Mundart-Vortrag habe ich es endgültig verscherzt.

Skurrilerweise wird es den 1981 durchgeboxten Klausur-Oktroy einige Jahre später nicht mehr geben und werde ich mich fragen, warum ich mich damals so für die Studenten eingesetzt und nicht konform verhalten habe, wo ich doch ein Jahr zuvor noch begrüßenderweise den Dekan des Fachbereichs hatte vertreten können. Nein, es war recht so. Das Gewissen ist kein Pokerspiel.

Im Frühjahr 1983 beginnt im abgespaltenen, autonomen Sprachatlas I eine hoffnungsvolle, von kreativer Arbeit unter einem jungen, charismatischen, mit anspruchsvollen Plänen angetretenen Dialektologen geprägte neue Periode. Unser neuer Institutsleiter, der einen Hessischen Sprachatlas plant und schon bald dessen Aussichtslosigkeit erkennt, erklärt nur anderthalb Jahre später, im Herbst 1986 einen Ruf in der Schweiz anzunehmen. Damit, erwidere ich, versetze er dem Institut den Todesstoß. Unvergessen seine Großzügigkeit, mit der er mir 1985 die Mundartforschung in meiner Waldeckischen Heimat ermöglichte, die auch im Hessischen Rundfunk bekannt wurde, in einen Vortrag am Bad Arolser Volksbildungswerk mündete und später auch Eingang in meiner Homepage finden sollte.

Wertvolle Erfahrungen habe ich inzwischen gewonnen auf dem Gebiet der Sprach- und Musikaufnahme, inzwischen mit teils selbstentwickeltem Equipment auch erfolgreich Live-Konzertaufnahmen mit namhaften Interpreten und Ensembles durchgeführt und bin seit 1984 Mitglied im Verband Deutscher Tonmeister. Auf dieser Basis rege ich an, im Wintersemester 1986/87 (als wieder unbesoldeten Lehrauftrag) eine Einführung in die wissenschaftliche Tonaufnahme und -verarbeitung zu halten; der damalige Leiter der Medienabteilung, begrüßt dies sehr, ich freue mich auf die anspruchsvolle Aufgabe und stelle den erforderlichen Antrag. Wenig später informiert mich der verständnisvolle und freundliche Dekan unseres Fachbereichs, daraus werde nichts: ein Kollege habe den Medien-Professor angerufen, wen er sich da ausgeguckt habe, und mich in übelster Weise diffamiert. Kurz vor seinem Weggang setzt sich mein Chef noch für mich ein, doch ohne Erfolg. Der bald darauf verstorbene Dekan versichert mir, er sei so entsetzt, daß er mit dem Gedanken gespielt habe, sein Amt niederzulegen.
Überhaupt: wenn ich, natürlich mit eigenem Gerät, am Institut stattfindende Vorträge mitschneide und als wertvolle Tondokumente archiviere, so liege dies, wie in ein Sitzungsprotokoll aufgenommen, nicht im Interesse des Institutes.

Bewegen wir uns nun in dem bedrückenden, sonderbaren Jahr 1987. Aus meiner ersten und einzigen Kur im auch mundartlich reizvollen Bad Kohlgrub zurückgekehrt, betreue ich eine Besucher-Gruppe aus Teilnehmern eines Senioren-Studiums, die die Arbeitsweise und Räumlichkeiten unseres Instituts kennenlernen wollen, referiere zu praktischen Vorhaben, gebe Mundartbeispiele und habe aus privatem Besitz ein Metallköfferchen mitgebracht, das für eigene Enqueten (z.B. die waldeckische Mundartforschung 1985) verwandtes, platzsparend untergebrachtes Equipment enthält: einen semiprofessionellen Cassetterecorder Sony TCD-5M, ein Elektretkondensatormikrofon, ein Netzteil, Anschlußkabel und Kopfhörer. Mit solch bescheidenen Mitteln sei inzwischen eine dialektologische Forschung möglich, für die noch vor Jahrzehnten ein ganzer Aufnahme-Wagen vonnöten gewesen wäre. Mein Vortrag findet großen Anklang, wird aber auch mitgeschnitten: eine junge Kollegin hat mich um Erlaubnis gebeten, damit sie anhand der Aufnahme etwas zur Methodik einer solchen Führung lernen könne. Arglos willige ich ein, werde jedoch wenig später zu einem dienstlichen Gespräch zitiert, wo man mich mit Vorwürfen überhäuft: wieso ich mich erdreisten könne, derart im Namen des Instituts zu sprechen, außerdem sei ich nicht fachlich qualifiziert, was inzwischen ja auch wissenschaftlich belegt sei *), man untersagt mir ab sofort jegliche eigenständige Aufnahmen von Mundartsprechern. Ohne es zu wollen, zieht die Sache ihre Kreise und wird ohne jegliches Zutun Gegenstand eines studentischen Pamphlets, von dem ich erstaunt erfahre.
*) erst Jahre danach entdecke ich zufällig, daß man mich in dem Beitrag einer renommierten Fachzeitschrift ohne mein Wissen regelrecht "demontiert" und meine den Löwenanteil innerhalb eines Teams umfassende Arbeit anhand fraglicher Beispiele in beleidigender Weise entwertet hat

Wacken und Klötze, Stolpersteine, karrieretötende Barrieren. Sind solche Begebenheiten, solche Zustände beispielhaft? Nein, entschieden nein, eher Ausnahmen in einer ehrwürdigen, ambitionierten Welt, die, was ich nie bereuen werde, zur unvergessenen Heimat geworden ist. An der Universität habe ich außergewöhnliche und auch großzügige Persönlichkeiten kennengelernt, sowohl in meinem wissenschaftlichen Bereich wie in der Verwaltung und im immer hilfsbereiten Hochschul-Rechenzentrum, auch während meiner Tätigkeit im Personalrat. Die Begegnung und Zusammenarbeit mit diesen Menschen werde ich niemals vergessen.

Ich habe es mir - und sicher auch anderen - nicht immer leicht gemacht, habe mich nicht verbiegen lassen, oft (zu) spontan gehandelt, mich später gefragt warum, aber - gottseidank - bis heute immer wieder erkannt, daß es recht war, daß alles so kommen mußte, daß es sich folgerichtig und zum besten zusammengefügt hat.

Wenn ich noch heute, nach all den Jahren, Verbindung habe mit Kolleginnen und Kollegen und, worauf ich stolz sein kann, auch mit ehemaligen Studierenden aus vielen Ländern, dann hat sich das alles wirklich gelohnt. Wir alle haben Fehler, ich eingeschlossen, jeder Alleingang birgt Risiken in sich, ist aber manchmal nicht vermeidbar, wenn man sich jeden Tag noch unvoreingenommen im Spiegel ansehen können will.

Ich gedenke der wunderbaren Menschen, die inzwischen verstorben sind, und wünsche denen, die es zum Teil nicht leicht haben im täglichen Kampf um Fortschritt und Menschlichkeit, das Allerbeste.

Marburg, im Oktober 2020
Wolfgang Näser