Audio-Kompression mit Real Audio/ Real Media und anderen Verfahren
von Wolfgang Näser, Marburg                                                                                          ==> Mundart-Tonbeispiele

VORBEMERKUNG
Nachstehende Ausführungen widerspiegeln die Erfahrungen, die ich als Sprachwissenschaftler und in der Praxis der Tonaufnahme und -bearbeitung mit komprimierten Audio-Dateien sammeln konnte seit Anfang Dezember 1996, als diese Seite in meine Homepage integriert wurde; außer dem anfangs ausschließlich verwandten Real Audio ziehe ich vergleichsweise auch das besonders im Musik-Bereich vorteilhafte mp3-Format und weitergehende Entwicklungen (Liquid Audio, MP4-AAC, WMA, MP3PRO) heran und dokumentiere entsprechende Versuche (s. unten Tab. 2). Das folgende resultiert aus der Praxis; die Darstellung mathematischer Grundlagen kann hier nicht geleistet werden.

9.6.2014: Um Verständnis bitte ich dafür, daß aufgrund des mittlerweile über 17-jährigen Beobachtungs-Zeitraums im folgenden einiges etwas "durcheinander" läuft, da immer wieder Aktuelles angeführt wurde / wird. Aufgrund von Firmen-Schließungen u.a. sind viele Links inzwischen erloschen; neue (auch zu den angeführten Tonbeispielen) werden demnächst gesetzt.

Die "Mutter" der effektiven digitalen Audio-Kompression (und bis heute für Sprachpräsentation unübertroffen) ist das 1996 eingeführte Real Audio, ein zeit-/längenbezogenes Kompander- oder codec-Verfahren zu maximal ökonomischer  PC-Dokumentation und Reproduktion  "wirklicher" oder natürlicher Klänge bzw. Schallereignisse.

Real Audio wird in Form von Broadcasts und Clips im Internet angeboten; RA-Dateien können Sie aber auch selbst erzeugen, und zwar durch durch definierte Kompression in einem sog. Encoder, der, in den Versionen 3 bis 8 von www.real.com und anderen WWW-Servern lange Zeit zum Download angeboten wurde, bevor fast alle Links geschlossen und alle Encoder-Versionen vom sog. Helix Producer (V. 9)ersetzt wurden, der als "Basic"-Version frei und als "Producer Plus" für rund 200 $ erhältlich ist. Außer den schon von Version 5 (s.u.) bekannten Modi liefert er Bit-Raten von 100 bis 1500 kbps.

Im Vergleich der Versionen 3, 5, 8.5 und 9 zeigt sich der Real Audio (Live) Encoder 3.1 in seiner 32-Bit-Version (Info links) in bezug auf Qualität : Wirtschaftlichkeit allen anderen überlegen. Eine 7.046.552 Bytes lange *.wav encodiert er im Modus RA 3.0 / 16 kbps full sauber zu *.ra mit nur 159.392 Bytes (die mit dem Real Producer Plus 8.5 erzeugte single-rate *.rm von 169.431 klingt schlechter!), während die "sparsamste" *.rm-Variante des Helix Producers Basic im Modus "12 k Substream für 28k Dial-up" die dreimal längere *.rm von 499.969 Bytes erzeugt, die in puncto Brillanz etwa identisch ist mit der vom Encoder 3.1. generierten *.ra, die bei 32 kbps / mono dennoch nur 319.972 Bytes umfaßt.

Werden keine neueren Daten-Modi erzeugt, so empfiehlt es sich, alle anderen Real Audio Producer /Encoder außer der Version 3.1 zu deinstallieren, wobei Sie auch Platz sparen, da jedes Programm eigene Pfade mit Common Files und Codecs einrichtet, die jeweils identisch sein können; möglicherweise versionsverschiedene RA-Module in separaten Directories können sich unter Umständen gegenseitig behindern. Besonders wichtig ist pngu3260.dll. Fehlt es oder ist es im Windows-System-Directory UPX-gepackt, so kann z.B. der Real Player G2 (Version 6), der auch heute (2003) noch für alle *.ra und *.rm gut ist, seine "Einsprung-Adresse" nicht finden. Was andere Player-Versionen gibt, so kann es (in allen Windows-Varianten ab 98) durchaus zu Installationsproblemen kommen: der Player startet und wird sofort vom System abgeblockt (Version 8); er weigert sich, *.ra usw. abzuspielen (Real One Version 1) oder er fragt x-mal nach bestimmten von "ns.real.com" anzuliefernden, nicht vorhandenen Modulen, bevor der Startvorgang endgültig abbricht (Real One Version 2). Auch kann es passieren, daß der Real Player und Winamp miteinander in Wettstreit treten, wenn es gilt, *.ra, *.rm, *.ram und *.mp3 (bzw. mp3pro) von einem File-Manager (z.B. dem Windows Commander) aus zu aktivieren (in bestimmten Konfigurationen ruft WinAmp auch *.ram ab).

Als mehr oder weniger professioneller Anbieter können Sie Real Audio mit einem Real Media Server als kontinuierlichen Datenstrom generieren und ins Inter- bzw. ein Intranet einspeisen. Je nach Kompressionsgrad und Bandbreite wird ein weitgehend authentisches Klangbild erzeugt.

Wie Tab. 2 (unten) veranschaulicht, würden hochwertige Schallereignise als *.wav-Dateien auf Disketten bzw. Server-Laufwerken unzumutbar viel Platz beanspruchen, insofern bieten Verfahren wie Real Audio, IIS-mp3 u.a. mit zweckmäßigen Kompressionsraten (s. Tabellen) in bezug auf Wirtschaftlichkeit und Übertragungstechnik optimale Audio-Lösungen in professionellen und non-profit-Datennetzen und Arbeitsumgebungen.

Im wissenschaftlichen Rahmen eröffnet eine solche Audio-Kompression völlig neue Möglichkeiten für Didaktiker (PC als Sprachlabor), Linguisten (Hörbeispiele zur Pragma-, Soziolinguistik u.a.; Historiolinguistik: gesprochenes Mittelhochdeutsch), Film- und Theaterwissenschaftler, vor allem Dialektologen und Phonetiker ("sprechende" Dialektkarten, Übungen zur Kompensatorik, Demonstrationen zur Lautdistinktion u.a.), um in solchem Rahmen relevante Ton-Dateien (oder einfache visuelle Abläufe) der Fachwelt zugänglich zu machen.

Für Real-Audio-Wiedergabe benötigen Sie:

1. als Hardware einen multimedia-fähigen PC (min. 486-DX50, 8 MB RAM) mit
(a) moderner, leistungsfähiger Sound-Karte (Regel: 16-Bit; gut sind die z.Zt. ab ca. 50 DM erhältlichen, auch für Internet Phone verwendbaren Full-Duplex-Karten) sowie
(b) Lautsprecher-(Aktiv-)Boxen;

2. als Software
(a) einen leistungsfähigen, schnellen WWW-Browser (ab Netscape 2.2, optimal 4.79) mit Plug-In(s) für Real Audio (bzw. Video usw.) und / oder
(b) einen eigenständigen (autonomen) Real-Audio-Decoder (s.u.). Werden im Real Media Stream auch visuelle Informationen verarbeitet (in Nachrichten oder als Video-Clips), so läßt sich diese Technologie sehr gut auch didaktisch nutzen, z.B. für kleinere Lehrfilme der angewandten Phonetik, um die Erzeugung der gehörten Laute im Ansatzrohr (bzw. auf die Stimmbänder gesehen) zu veranschaulichen.
(c) eine  für (a) und (b) optimale Konfiguration (Auslagerungs-Datei min. 8 MB [oder höher unter Win95], korrekte Anbindung (Registrierung) der Plugins, passende *.DLLs im Win-Systembereich.

RA kennt folgende Betriebsarten:

1. Streaming Real Audio

(a) Continuous live stream real audio processing: ein Server komprimiert (encodiert) bis zum Abschalten einen fortlaufenden Datenstrom zu Real Audio (*.rpm); das Signal wird im Direct-Connect-Modus mit einem Browser oder eigenständigen Player unverzögert oder gepuffert empfangen (= decodiert) und dabei möglicherweise in eine Datei (*.ra) geschrieben Für den Browser (Netscape, Internet Explorer usw.) benötigen Sie als Plugin das Modul npra16.dll (Win 3.11) bzw. npra32.dll (Win 95); komfortabler arbeitet mit oder ohne Browser der autonome Real (Audio) Player (*.exe + *.dlls) ab V. 3. Der Real Player 6 G2 bietet zudem viele Zusatz-Optionen wie editierbare "Programmspeicher" (für preset stations), verlangt unter identischen Bedingungen (Bandbreiten) jedoch einen höheren Daten-Durchsatz und daher eine schnellere CPU. - Wollen Sie aus dem Internet streaming real audio (audio/x-pn, *.rpm) in reduzierter UKW-Qualität (Mono 11 kHz, 40 kBps) empfangen, so benötigen Sie eine LAN- oder Modem-Anbindung von min. 64-kBit/s. Per Multitasking können Sie Streaming Audio als Internet-Radio empfangen und nebenher einer anderen (PC-) Arbeit nachgehen. In den immer häufigeren Zeiten der Netz-Überlastung (net congestion) kann der Empfang unter- oder gar abgebrochen werden.

(b) Limited audio stream to real audio file processing: am Audio-Eingang wird ein zeitlich begrenztes akustisches Ereignis eingespielt (oder live per Mikrofon erzeugt) und sofort als Datenstrom je nach Modus (gewünschte Bandbreite) mehr oder weniger schnell und vollständig (ggf. bis zum Puffer-Überlauf) zu einer Real-Audio-Datei (*.ra) encodiert. Decodiert wird die fertige RA-Datei mit dem eigenständigen Real Audio Player (realplay.exe + *.dlls) ab V. 3.0.
Es hängt vom CPU-Takt ab, in welcher Bandbreite und Länge Sie einen in den Encoder gegebenen Live-Datenstrom verarbeiten (und später decodieren) können. Mit einer schnellen CPU und geeigneter En-/Decoder-Software können Sie Ihren PC als RA-"Diktiergerät" benutzen und selbst auf kleineren Festplatten Unmengen kürzerer Sprach-Files ablegen.

2. Audio file to real audio file conversion: eine (digitale) Audio-Datei (*.wav) wird zu einer Real-Audio-Datei (*.ra, *.rm) encodiert und kann als solche per RA-Software beliebig oft decodiert und via Soundkarte als natürliches Klangereignis abgespielt werden. Encodieren Sie im Schmalband-Modus (14,4 kbps /2.5 kHz), so sollten Sie die *.wav-Datei mit geeigneter Software (z.B. Cool Edit Pro) so entzerren, daß eine kontinuierliche Anhebung bis zum formantkritischen Bereich um 2-3 kHz erzielt (und das Restspektrum ggf. abgeschnitten) wird.

3. Real audio file streaming on demand: viele Server bieten Real-Audio-Files an, die als Datenströme abgerufen werden können. Je nach Modem-Durchsatz läßt sich dies in Echtzeit bewerkstelligen oder wird die Datei in einen flüchtigen Speicher geladen, von wo aus sie vom RA-Decoder zum einmaligen Anhören verarbeitet wird.

4. Real audio file download and replay: ebenfalls 'on demand' stehen (zum Beispiel in meiner Homepage) komplette RA-Files (*.ra) bereit, die nach dem Download beliebig oft off-line abgehört werden können; erst dazu tritt Ihre Decoder-Software in Aktion.

Zu (3) und (4): Im HTML-Text der jeweiligen URL wird entweder auf eine *.ra-Datei hingewiesen (Audio-File) oder (nur auf Live Stream Servern) eine mit der Extension *.ram (=real audio metafile, Script-Zeile mit Header pnm:// und Pfadangabe für *.ra). Beim Live-Stream-Empfang (s. Status-Zeile unten im RA-Player) werden die *.ram-(Text-)Dateien in den Platten-Cache geladen, die gehörten *.ra-(=Audio)-Clips bleiben "flüchtig" und können, falls intern freigegeben (Copyright!), allenfalls mit dem - kommerziell bei Progressive Networks erhältlichen - Real Audio Player Plus während des Abspielvorgangs aufgezeichnet werden; falls direkt anwähl(- und download)bar, werden *.ra-Files im Browser-Cache (oder dem \tmp-Bereich) "zwischengelagert" und können von dort aus, evtl. umbenannt, auf ein passendes Directory transferiert und - entweder über den Browser oder stand-alone über den Player - beliebig oft "abgespielt" werden.

Tabelle 1: alte und neue Real-Audio-Modi
                     Stand: 27.2.2003
alter
Typ
Vers. Modem mono/ 
stereo
Bandbr 
lHz
Kompr.- 
Faktor
Enc 
kbps
Sampl 
 kHz
kByte 
sec
CPU 
(*stream)
  1 5.0 14.4  m   2.5  280  4.9  0.6 Pentium 1)
  2 5.0 14.4  m   3  220  6.5  0.8 Pentium 1)
  3 2.0 14.4  m   2.5  196  8  8  1 Pentium
  4 5.0 28.8  m   3  196  8  8  1 Pentium
  5 5.0 28.8  m   4  196  8.5    1 Pentium
  6 5.0 - 9.0 28.8  m 2)   4  117,3 12   8  1.5 486/50
  7 2.0 28.8  m   4    97,7 15.2  8  1.8 Pentium
  8 3.0 28.8 m nar   4    88 16  8  2 Pentium
  9 3.0 28.8 m med   4.7    88 16  11  2 Pentium
 10 3.0 - 9 28.8 m full   5.5    88 16  11  2 Pentium
 11 5.0 28.8 m wide   8    88 16  16  2 Pentium 3)
 12 3.0 28.8 stereo   4    70 20   8  2.5 486/50
9.0 Sub 56k 26
 13 5.0 56.6 m   8    44 32  4 Pentium 3)
 14 5.0 56.6 stereo   5.5    44 32  4 Pentium
9.0 56k 34
 15 3.0 ISDN m  11    35 40  22  5 Pentium
 16 3.0 ISDN 4) stereo    8    35 40  16  5 P 120
9.0 ISDN 50
 17 3.0 2xISDN m  20    17,6 80  44 10 P II /233
      3.0 2xISDN stereo  16    17,6 80  32 10 P II/233
9.0 150k LAN 150
9.0 256k DSL 225
9.0 384k DSL 350
  9.0 weitere Modi bis      1500  

Größtmögliche Kompression bei, wie [13] zeigt, noch akzeptabler Sprachverständlichkeit bietet der Real-Audio-Modus 1 (4,9 kbps) mit fast unglaublichen 0,6 kBytes/sec Platzbedarf. Komprimiere ich eine CD-kompatible Stereo-Datei zu Mono mit geringstmöglicher Bandbreite, so reduziert sich deren Länge auf 1/280 oder weniger; typengleiche Dateien erreichen die Hälfte. Ab K=44 lassen sich Hörfrequenzgänge von ca. 5,5 kHz erzielen, die alle wichtigen Formanten menschlicher Sprache abbilden und sich daher in bescheidenem Umfang auch für phonetische Arbeiten (Transkription) eignen. Per Ra2Wav re-expandiert, können solche Dateien mit gängigen Editoren wie Cool Edit u.a. weiterverarbeitet werden (s. auch unten). Konkurrenz bekommen hat der RA-Modus jüngst von neuen Formaten: u.a. WMA (Windows Media Audio), das, mit dem WMA-Encoder V.7 erzeugt, ab K=100 (mono/mono) gut verständliche Sprache erzeugt und bei K=69 (stereo/mono) eine durchsichtig klingende Modulation.

Alle oben angeführten Typen lassen sich mit dem oben erwähnten Real Audio Encoder 3.1 (32 Bit) erzeugen, der auch die neuen, verbesserten und wirtschaftlicheren 5.0-Algorithmen des Typs 1, 2, 5 und 11 verarbeitet. Hierzu wurde das neue Codec-Modul ra32sipr.dll geschaffen. Die übrigen Codecs gelten unverändert für die RA-Versionen 3, 4 und 5 und wurden erst mit der (für AV-Übertragungen konzipierten) Version 6 (G2) durch größere Module abgelöst. Die auch in Cool Edit 1.2 und anderen Sound-Editoren enthaltenen dnet3260.dll (19.968 Bytes), pncrt.dll (273.408 Bytes), pngu3260.dll (321.024 Bytes), pnrs3260.dll (11.264 Bytes), rnco3260.dll (88.576 Bytes) und sipr3260.dll (16.896 Bytes) sind (außer in W2k, s.u.) gemeinsam in \windows\system unterzubringen. Unter Windows 2000 Professional müssen sich alle zum De- und Encodieren nötigen Module in \winnt\system32 befinden, anderenfalls gibt es Probleme mit dem Real One Player, mit Cool Edit beim RA-Abspeichern und mit dem RA-Encoder 3.1.

Verlorengegangene *.wav lassen sich (zwecks Re-Editing) mit ra2wav (Versionen 1.0, 1.5 und Streambox Ripper V. 2.x) zurückgewinnen, und zwar mit einer dem jeweiligen RA-Modus entsprechenden Sampling-Rate; bei relativ sparsamen, also hohen Kompressionsraten sind Artefakte möglich.

Mit dem Real One Player eröffnen sich neue Möglichkeiten (DVD-Wiedergabe und CD-Burning), doch macht die angeblich kostenlose Basis-Variante Probleme. Unter Win2k ließ sich - off- oder online - bisher nur Version 1 (Build 6.0.10.505) installieren; wurde ein kritisches Modul gegen V 2 getauscht, gab es einen Hänger, und wurde auch der Tausch rückgängig gemacht, mußte V. 1 dennoch re-installiert werden; Ursachen dafür sind hier vermutlich gewisse Lizenz-Kontrollroutinen, die mit Registereinträgen und online-Kontrollmeldungen einhergehen. Unter Win98SE funktioniert indessen Version 2.0 "Helix powered" Build 6.0.11.853 Distribution RN10PD mit allen Zusatzmodulen (incl. CD-burn) und der "File Open"-Funktion.
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Anmerkungen:
1) mit 486/50 nur ca. 1 Minute bis Puffer-Überlauf; Typ 1 z.Zt. wirtschaftlichster Modus mit nur ca. 0.6 kBytes (!) Platzbedarf für 1 Sek. Aufnahmezeit; mit präsenzanhebendem Mikrofon noch befriedigende Sprachverständlichkeit; Typ 2 erbringt leichte Verbesserung, klingt etwas besser als der alte RA 2.0-Typ (3) und liegt mit 0.8 kBytes/sec. dennoch unter dessen Durchsatzrate. 1,2 und 5 lassen sich als constant stream nur mit Pentium-Rechnern generieren.  Ideal für Sprache ist der 8,5 kbps-Modus (1 kByte/s, oben Typ 5).
2) Nur 1.5 kBytes/sec; Stream-Encoding mit präsenzstarkem Mikrofon am Front-End des Real Encoders 3.0 erbringt bei Wiedergabe mit Real Player 5.0 sehr gute Sprachverständlichkeit und funktioniert auch mit CPU 486/50 (Encoding Buffer konstant bei 5-6 %; Tests mit IBM Thinkpad 755C: > 5 Min. OK, 18.10.99, int. Mikrofon; 2'30" OK, 19.10.99, präsenzanhebendes ext. Elektret-Mikrofon m. Pop-Schutz)
3) Werden 11, 13 (und wahrscheinl. auch 14) mit 486/50 generiert, so erbringt dies doppelte Geschwindigkeit beim Abspielen auf 486- und Pentium-Rechnern, die auch nur in der Lage sind, diese Modi korrekt zu verarbeiten. Die mit Typ 13 (8 kHz, 32 kbps, 4 kBytes/sec.) von 577.040 auf nur 26.232 Bytes verkleinerte Win-98-Startmelodie klingt natürlich und voll, die sparsamere 16-kbps-Variante (8 kHz, 16 kbps, 2 kBytes /sec.) dagegen 'rauchig' und unnatürlich.
4) kann auch mit guten 56-kB-Analogmodems (mit nur wenig Pufferung) empfangen werden (z.B. ELSA MicroLink 56k)

Weiteres zum En- und Decodieren

Für Echtzeit- oder audio-stream-Kompression (1b) mit gleichzeitiger Abhör-Kontrolle "hinter Encoder" benötigen Sie mindestens einen Pentium >100. In seiner "wirtschaftlichsten" Form (14,4 kBps mono) gestattet RA die Unterbringung von mehr als 20 Minuten Ton (in reduzierter "Mittelwellen-Qualität") auf einer HD-Diskette von 1,44 MB / 3,5"; der neueste Real Player G2 Plus bietet einen Echtzeit-Equalizer, der mit stetiger Anhebung bis 4 kHz schmalbandige Live-Signale wesentlich 'aufhellt'. Verfügen Sie nicht über diese Software, so können Sie eine abgespeicherte *.ra-Datei zunächst mit dem ebenfalls von real.com erhältlichen separaten 32-Band-Equalizer umeditieren, um sie dann mit der neuen Entzerrung abzuhören.

Sämtliche RA-Modi lassen sich mit RVPLAYER.EXE (V. 4, gepackt 40 kB) wiedergeben (s. hierzu auch meine Darstellung zum Thinkpad 755C); moderne Notebooks wie der von mir getestete Gericom-Webboy (Pentium III/8000, Windows ME) verfremden möglicherweise den Ton, sofern nicht der zuständige Treiber (hier: SiS7018.SYS) durch eine ältere Version (hier: 4.12.1.34, 285.572 Bytes) ersetzt wird. Der ein wenig bessere REAL PLAYER 5 ist durch seine erweiterten Video-Möglichkeiten auch heute (1/2002) noch zukunftssicher; vor allem läßt er sich in allen Software-Umgebungen problemlos installieren, was man von den späteren G2-Playern (ab Version 6) nicht sagen kann (unter Win98SE möglicherweise Start-Abbruch wegen Konflikt mit krnl386.exe). Eine Real-Player-Installation ist Voraussetzung, wenn *.ra, *.rm mit den neuen, verbesserten Winamp-Plugins abgespielt sollen.

Der im Herbst 2001 vorgestellte, selbst in dieser Beta1-Version nur unter Angabe vertraulicher Informationen (Kreditkarte usw.) als 14-Tage-Demo herunterladbare RealOne-Player (=V. 9) eröffnet die neue "Musik-gegen-Geld"-Ära und bietet nach fast einhelligen Benutzer-Aussagen keine Performance-Verbesserungen. Inzwischen sind die Version 2 "Gold" und V.10 verfügbar.

Real Audio für Handhelds

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Trotz seiner rund 9-jährigen "Vergangenheit" gehört Real Audio noch längst nicht zum "alten Eisen". Wie Versuche im Oktober 2k5 zeigten, eignet es sich im Format Real Media auch für Handhelds wie den ACER n35. Die *.rm-Dateien lassen sich z.B. mit Adobe Audition 1.5 oder 2.0 (früher: Cool Edit Pro 2.1) per Speicher-Option Real Media G2 (Bild oben links) gewinnen, sofern die dafür nötigen Module (Ra_g2.flt = 28.672 Bytes, Pncrt.dll = 273.408 Bytes, Pngu3260.dll = 308.736 Bytes, Pnrs3260.dll = 11.264 Bytes, Rmbe3260.dll = 414208 Bytes, Rmme3260.dll = 412.672 Bytes, Rnco3260.dll = 88.576 Bytes, Sipr3260.dll = 16.896 Bytes) im Programmpfad sind, oder via Konversion aus *.mp3 mit dem Easy Real Converter 1.4, dessen 8.033.425 Bytes umfassendes Directory alle optierbaren Codecs und Konversionsmodule in den Sub-Pfaden \codecs, \common und \plugins enthält. Sie benötigen aus dem WWW die Installationsdatei RealOnePlayerppc.exe (1.134.592 Bytes), die auf dem Handheld im Pfad \RealNetworks RealOne Player die Datei realplayer.exe (813568 Bytes) erzeugt. Soweit bis jetzt bekannt, verarbeitet der Player (Bild oben rechts) nur *.rm mit 32 kbps, allerdings in hervorragender Qualität.

Tab. 2: Kompression einer 255 Sek. langen *.WAV-Datei in CD-Qualität (Brandenburg. Konzert Nr. 1, Satz 1, Aufn. W. Näser, Stiftsruine Bad Hersfeld 20.8.2000; Stereo 16-Bit /44,1 kHz), 45.005.352 Bytes, in div. Formate (Real Audio in Konkurrenz zu mp3, alle Dateien generiert mit Cool Edit Pro 1.2, August 2000; *.ra abgehört mit RvPlayer 4.0)
Mode Encode /Sampling Real Audio 
oder mp3
Bandbr 
kHz
Länge 
Bytes
Kompr- 
Faktor
kByte/ 
sec
 Stunden / CD
Normal LP (80')
  1 20 kbps /11 kHz mp3     4  638.433  70  2,5  > 86   > 93
  1 20 kbps / 8 kHz RA     4  639.460  70  2,5  > 86  > 93
  2 32 kbps /16 kHz mp3     5.5 1021.440  44  4  > 54  > 58
  2 32 kbps /16 kHz RA     5.5 1018.692  44  4  > 54  > 58
  3 40 kbps /16 kHz RA     8  1278.820  35  5     43  > 46
  4 56 kbps /22 kHz mp3    11  1786.680  25  7  > 30  > 33
  5 80 kbps /32 kHz mp3 < 15 2552.400  17,6 10  > 21  > 23
  5 80 kbps /32 kHz RA    16.0 2557.540  17,6 10  > 21  > 23

Tab 3: Kompression einer 264 Sek. langen *.WAV-Datei in CD-Qualität (Brandenburg. Konzert Nr. 1, Satz 3, Stiftsruine Bad Hersfeld 20.8.2000; Stereo 16-Bit /44,1 kHz), 46.621.216 Bytes, mit 6 div. Encodern zu (MP4-)AAC, LQT, MP3 und WMA. Ausgewählt wurde dieses Musikstück aufgrund seiner vielfältigen, für Kompressionsverfahren kritischen Instrumentierung (Violino piccolo, Oboe, Hörner, Cembalo usw.).
Nr.    Dateiname Encoder*) / Encoding 
Mode / Bit Rate
Länge 
Bytes
Kompr- 
Faktor
 kB/ 
 sec
Stunden / CD
Mode Preset 20' 74'   80'
  1 m6vq-020.vqf vq2 /  vqf  Stereo 20 kbps     660.531  70,6   2,5 23 85   92,4
  2 m6wm-020.wma wm7  /wma  Stereo 20 kbps     674.295    69  <2,6 23 85   92,3
  3 m6ac-028.lqt lqf 5   /AAC  Stereo 28 kbps     681.888   68,4    2,6 23 85,5   92,3
  4 m6hq-033.mp3 ce1.2 / mp3  32 kbps /16 kHz  1.057.824   44    4 15 55   59,4
  5 m6wm-032.wma wm7  / wma  32 kbps  1.080.560   43    4 15 55   59,4
  6 m6ac-b56.lqt lqf 5  /AAC  bright St.   /56 k  1.110.784   42    4,2 14 52,5   56,7
  7 m6ac-s56.lqt lqf 5  /AAC  smooth St. /56 k  1.110.820   42    4,2 14 52,5   56,7
  8 m6ac-is1.lqt lqf 5  /AAC  ISDN 1 / 56 k  1.639.856   28,4    6,2 9,6 35,5   38,3
  9 m6m3-isd.lqt lqf 5   / mp3  ISDN 1 / 56 k  1.668.640   28    6,3 9,5 35    37,8
 10 m6hq-064.mp3 FhG    / mp3  HQ 64 kbps   2.104.960   22    8 7,4 27,5   29,7
 11 m6ac-064.lqt lqf 5  / AAC  64 kbps   2.170.684   21,5    8,2 7,2 26,8   29
 12 m6m3-064.lqt lq f 5 /  mp3  64 kbps   2.197.300   21,2    8,3 7,2 26,5   28,6
12a m6av-096.epc av2   / epac  96 kbps  3.134.098   14,9  11,8
 13 m6wm-096.wma wm7  /wma  "CD" / 96 kbps  3.196.166   14,6  12,1 4,8 18,2   19,8
 14 m6tf-128.aac M4S / AAC  T/f  2x64 kbps  3.350.624   14  12,7 4,7 17,5   19
 15 m6tf-144.aac M4S / AAC  T/f  2x72 kbps  3.561.863   13  13,5 4,4 16,3   17,6
 16 m6cp-128.mp3 M3Cp / mp3  Quick 128 kbps  4.218.946   11  16 3,7 13,8   15
 17 m6hq-128.mp3 FhG    / mp3  HQ  128 kbps   4.219.623   11  16 3,7 13,8   15

*) [1] ce1,2 = Cool Edit Pro 1,2a mit Fraunhofer-MP3-Modul, Slider 9, Preemphasis 50/15
    [2] FhG = Fraunhofer-MP3-Producer Pro 2.1
    [3] lqf 5 = Liquifier Pro 5
    [4] M3CP = MP3-Kompressor V. 0.9 mit FhG-HQ-Codec (Beschleunigungsfaktor 3)
    [5] M4S = MPEG4-Studio 1.0 (Build 124)
    [6] wm7 = Windows Media Encoder 7 (zur Version 8 mit noch weiter verbesserten Codecs siehe unten)
    [7] vq2  = SoundVQ Encoder 2.60b2e
    [8] av2  = Audio Veda 2.0 (ePAC)
MP3-Dateien der Typen (4) und (10) können Sie auch mit dem IBM-Thinkpad 755c (486er CPU) abspielen, sämtliche Typen und Algorithmen mit dem Thinkpad 760 XL (P I/166 MMX) realisieren.

MP2, MP3, MP4 und die Konkurrenz

Im Herbst 2000 begonnen, befassen sich die folgenden Ausführungen mit allen damals verfügbaren Kompressionsalgorithmen (En- und Decoding). Die meisten Programme und Plugins waren schon Mitte 2003 nicht mehr im Internet abrufbar; hinsichtlich der wirtschaftlichen Kompressionsraten (> 20) haben *.mp3, mp3pro und *.wma überlebt sowie der Liquid Player (V. 6) zum Abspielen der *.lqt. Das (ebenso wie Lame lizenzfreie) OggVorbis wurde nicht getestet.

1. ISO-MPEG 1 Layer 2 (*.mp2) ist seit langem weltweiter Standard für komprimierte Audio-Aufzeichnung und -übertragung und wird besonders im professionellen Medien-Sektor (Pressewesen, Hörfunk) verwendet, z.B. für monaurale Reportage-Aufnahmen mit dem als "digitale Mono-NAGRA" fungierenden Marantz PMD 680 (Bild rechts), der im PCMCIA-Kartenslot via Adapter Compact-Flash-Karten der Typen I und II bespielt, die in Rechnern wie dem HP-Compaq-Notebook nx6110 (Pentium 4 /1,6 GHz; Windows XP prof.) und sogar dem alten IBM Thinkpad 760 XL (Pentium 1/166 MHz; Windows 98 SE) bei allen verfügbaren Bitraten (768-32 kBps / 48 kHz Sampling) auch in der als langsam geltenden PCMCIA-Schnittstelle unterbrechungsfrei eingelesen und (z.B. mit Winamp ab V.3) abgespielt werden können. Im August 2007 mit diesem Gerät unternommene Versuche ergaben im "Mittelspielmodus" bei 128 kBps (= < 1 MBytes / min.) sowohl mit Mikrofon wie am Line-Eingang mit TV-Ton eine Artefakt-freie HiFi-Qualität, die durchaus mit konventionellen Heimtonbandaufnahmen von 19 cm/s konkurrieren könnte, und selbst noch im LP-Modus bei 32 kBps entstand eine die wichtigen Sprachformanten berücksichtigende gute "Mittelwellenqualität", die allen Anforderungen an (protokollarische) Sprachaufnahmen und deren informationelle Auswertbarkeit genügt. Insofern eignet sich dieser zwar schon betagte, aber nach wie vor professionelle Kompressionsalgorithmus sehr gut für wissenschaftliche Tonaufnahmen in der Feldforschung und sogar bei Studioproduktionen, sofern mit 128 kBps oder mehr eine auch für phonetische Messungen taugliche Qualität erzielt wird.

2. ISO-MPEG 1 Layer 3 (*.mp3) wurde in mehreren Varianten besonders für (vorzugsweise stereophoneMusikdokumentation und -übertragung entwickelt und basiert ebenfalls auf psycho-akustischen Algorithmen. Es wird mit konstanter (=CBR) oder variabler (VBR) Bitrate komprimiert; beide Modi lassen sich mit den meisten MP3-Playern decodieren. Hochwertigste *.mp3 (oder als Variante komprimierte *.wav) erzeugen (mit vorwiegend CBR) die Fraunhofer-basierten Encoder, während andere Programme (z.B. Xing, mit VBR) wesentlich schneller, jedoch etwas weniger gründlich vorgehen. *.mp3 ist nur sinnvoll im HiFi-Bereich (ab 128kbps/44 kHz), während der Versuch, mit diesem Verfahren Spar-Modi (K-Faktor 70) wie beim unvergleichlichen Real Audio (s.o.) zu generieren, u.U. störende Artefakte hinzufügt und die dermaßen verschandelten Dateien unbrauchbar macht für wissenschaftliche Untersuchungen (Phonetik). MP4 ist derzeit noch etwas unscharf definiert (weil in Entwicklung befindlich) und wird häufig mit MPEG2-AAC (s.u.) gleichgesetzt. Das hervorragende AAC (=Advanced Audio Coding) wurde in Japan bereits Anfang 2000 zum alleinigen Standard im digitalen Rundfunk erklärt. Weitere Verfahren, teils fertig entwickelt, machen diesen Formaten heftig Konkurrenz.

Zur Tabelle 2:
(a) Sofern in höchster Qualität (Cool Edit: Slider '9') und nach Fraunhofer IIS encodiert, klingen die in Tab. 2 angeführten mp3-Dateien () vergleichsweise natürlicher (keine Verfälschungen /Störgeräusche); nur Mode 5, RA (Dual ISDN) klingt brillanter als *.mp3.
(b) Der wirtschaftlichste mp3-Stereo-Mode [1] entspricht RA-Typ [12] , Bsp. [2a] in Tab. 1; beide Verfahren liefern eine ausgewogen klingende Mittelwellen-Qualität.
(c) Mode 4 hat kein RA-Pendant und klingt deutlich besser als der sparsamere ISDN-Stereo-Modus von Real Audio; hören Sie dazu den Auszug meiner Live-Aufnahme von Martin Weyer an der Bad Hersfelder Stadtkirchen-Orgel (10.4.1982). Die qualitativ weitergehenden, jedoch weniger ökonomischen mp3-Modi werden hier nicht einbezogen.

Die Fraunhofer-Codecs zählen bislang unverändert zu den besten Kompressionsalgorithmen; MP3pro (s. unten) läßt eine weitere Qualitätssteigerung erkennen. Auch das neue 24-Bit-fähige Freeware-Plugin MAD (MPEG Audio Decoder) von Mars liefert zusammen mit WinAmp 2.76 (6/2k1) gute Abspielergebnisse für alle mp3-Dateien, funktioniert allerdings nicht mit LAME-encodierten files.

Ausführlichen "Anhörungsunterricht" bieten MP3pro-Samples (96 kBps = Kompressionsfaktor 15) meiner (seit Anfang 1981 nichtkommerziell durchgeführten) Live-Aufnahmen in:
http://wnaeser.wn.ohost.de/Samples/ .

Das hervorragende Programm Streambox Ripper (V. 2.011) ermöglicht in seiner registrierten Form uneingeschränkten Batch-Betrieb und kann hier auch von einem mp3-Format (z.B. 64 kbps / 22 kHz) in ein anderes (96 kbps / 32 kHz) konvertieren.

Der wohl beste Player für mp3 und mp3pro ist WinAmp (derzeit V. 2.81) mit den entsprechenden Plug-ins; die neue Version 3 kann bislang noch keine mp3pro abspielen. Falls beim Start das Fehlen von mac_info.dll angemahnt wird, müssen Sie Monkeys Audio (mac_397f.exe, 3,062 MB) als Plug-in (erneut) installieren.

MP3-ABSPIELGERÄTE (Hardware) MIT CD-LAUFWERK

Während die winzigen MP3-Player mit Internet-Einspeisung und / oder RAM-Speicherkarten (32 bzw. 64 MB) eine Spielerei bedeuten, sind die mit CD-Laufwerken ausgerüsteten Geräte vielseitiger und daher nützlicher. Wie bei "normalen" CD-Playern gibt es auch hier portable und "stationäre" Modelle; die kleinen "Flundern" können nur selten weniger als 96 kbps in voller Länge abspielen. Stationäre Geräte, äußerlich wie konventionelle CD-Player ausgelegt, gab es zunächst ausschließlich für MP3, heute handelt es sich um Mehrzweck-Laufwerke, die sowohl DVD, VCD, CD, CDR, CDRW und MP3 wiedergeben können; seltsamerweise sind eher die billigen DVD-Player auch MP3-tauglich, während die oft doppelt oder dreifach teureren Varianten auf dieses Feature verzichten. Ein vom Preis-Leistungsverhältnis wahres Wunder ist der SEG-Player "Beverly Hills", der zu einem Durchschnittspreis von ca. 150 Euro (April 2002) nicht nur DVDs in excellenter Qualität reproduziert, sondern auch und gerade MP3 (das angeschlossene TV-Gerät fungiert als Monitor). 64 kpbs Stereo klingt (an einer guten Stereo-Anlage) in vielen Fällen wie das unkomprimierte Original, und selbst 24 kbps Mono wird noch in voller Länge abgespielt, wodurch es z.B. möglich ist, eine mit rund 18 Stunden Audio vollgepackte 8-cm-CDR mit dem SEG abzuspielen. Es ist anzunehmen, daß sich in diesem Gerät ein weit über den Preisrahmen hinausweisender, exzellenter Wandler-Chip befindet, der auch das neue MP3Pro-Format in bestmöglicher Weise verarbeitet.

3. (MPEG 2)-AAC bietet bei 96 kbps dieselbe Qualität wie MP3 bei 128 kbps, ist jedoch mit diesem nicht kompatibel. Ebenso unverträglich untereinander sind die AAC-Varianten a2b (AT&T), LQT (Liquid Track, nach Fraunhofer-IIS), ISO-AAC (z.Zt. PsyTel) und Astrid.

3.1 Liquid Audio gilt bislang als hochwertigste AAC-Spielart und verwendet zudem AC-3 Dolby Digital. Sog. Liquid Master Files (*.lqm) werden vom Fraunhofer-kompatiblen Liquifier Pro 4 und 5 erzeugt. Als Clips bzw. Songs dienen sie zum kommerziellen Download via Internet und können mit bestimmten Zusatzinformationen (Kaufangebote, "Wasserzeichen") versehen werden.

Der Liquifier kann maximal 5 verschiedene Formate bis hin zur CD-Qualität in einer einzigen Datei verpacken. Für den Standalone-Betrieb bzw. interne Präsentationen eignet sich das Liquid-Track-Format (*.lqt), das sich, aus *.lqm mit dem einfachen Dienstprogramm lqm2lqt gewonnen, off-line mit dem (Freeware =) Liquid Player 5 abspielen läßt.

Beobachtungen an im Nov. 2000 erstellten Dateien*) mit einem Bullman-Notebook EK4 P4 an dessen Lautsprechern und WinAmp 2.91 (Juni 2003):

  1. Durchsichtige Mittelwellen-Qualität erbringt Lqf 5 / AAC im Stereo-Modus mit nur 28 kbps (K= 68,4), wo in Bachs Brandenburg. Konzert Nr. 1, Satz 3 die Violino piccolo besonders gut durchzuhören ist.
  2. Frappante Unterschiede zeigen sich zwischen mp3 /32 kbps (Tab. 3,4), lqt-AAC /Smooth Stereo 56 kbps (Tab. 3,7) und wma 7 (Tab. 3,5), die bei K-Faktoren von 44 - 42 annähernd gleichlange Dateien liefern.
    (a) m6hq-033.mp3: Cool Edit liefert mit dem Fraunhofer-MP3-Modul trotz höchster Qualitätsoption nur dumpfen Mittelwellenklang (Cembalo unhörbar!)
    (b) m6ac-s56.lqt: der Liquifier Pro 5 erzeugt zwar etwas "synthetischen", doch vielfach durchsichtigeren Klang, in dem das Cembalo "durchscheint" und die Violino piccolo als charakteristisch erkennbar wird. Hier wirkt offenbar ein Algorithmus, der wesentlich mehr an oberen Spektralanteilen rück-synthetisiert und dadurch auch bei hohen Kompressionsraten spezifische Klang-Charakteristika bewahrt.
    (c) m6wm-032.wma (K=43) klingt sehr ausgewogen und zeigt bereits in der Version 7 den unaufhaltsamen Aufstieg von Windows Media Audio (s. unten) in die Spitzenklasse der Kompressionsalgorithmen.
  3. m6ac-is1.lqt (K=28,4) klingt hell und "analytisch"; präzise die Cembalo-Einwürfe und die Violino piccolo.
  4. m6ac-064.lqt (64 kbps, AAC; K= 21,5) bringt präzise Cembalo-Einwürfe, seidige Violinen und eine typisch "kratzende" Violino piccolo.

*) Das lqt-Plugin V. 104 (in_lqt.dll, 32.768 Bytes + lqmod.exe = 1.300.902 Bytes) verarbeitet nur vom Liquifier Pro 4.0 im 96-kbps-Mode erzeugte Dateien, V. 106 ist ebenso ungeeignet; in_liquid.dll (102.400 Bytes, im WWW nicht mehr abrufbar) dagegen sämtliche Modi.

3.2. ISO-AAC wird erzeugt mit dem von "Stammvater" Ivan DIMKOVIC (PsyTel Research) entwickelten MPEG-4-Studio; publiziert wurden bisher zwei Versionen:
3.2.1. Build 124 (nicht mehr erhältlich): der Encoder (UPX = 389.632 Bytes) arbeitet unter DOS wie auch via Front-End (UPX = 102.400 Bytes), ist sehr schnell und erzeugt im voreingestellten HQ-Modus T/F AAC*)

T/F-AAC klingt generell mindestens ebenso gut wie das um 20 % größere Fraunhofer-MP3 (Tab. 3, 16+17). Eine kritische Stereo-Aufnahme mit Sprecher vor dem Einpunkt-Mikrofon wurde selbst bei K=11 nur mit T/F-AAC naturgetreu gewandelt, nicht jedoch (Verfälschungen bei /s/, /sch/) mit FhG-MP3 (!). Auch spätere Versuche (November 2003) zeigten, daß  ab 112 kbps encodiertes T/F-AAC allen anderen Verfahren (incl. mp3pro und wma 9) mindestens ebenbürtig ist.

3.2.2. Build 191 (nur noch vereinzelt erhältlich) ist 'schlanker' (Kern = 126.464 bzw. [Patch] 127.488, Frontend 106.496 Bytes), akzeptiert nur 44,1 kHz Stereo/16 Bit, ist wesentlich langsamer und verarbeitet außer AAC-Main-auch die Profile LC und SSR mit kleineren Bit-Raten+). Mit neuer Web-Site präsent, hat PsyTel seine Codecs überarbeitet und liefert als neueste (12/2000) Demo eine (ebenfalls sehr langsame!) Kommandozeilen-Version (Encoder: aaenc.exe + la32math.dll; Decoder: neuentwickeltes in_aac.dll für WinAmp); Befehlszeile: aaenc -if in.wav -br [kbit/s]. In den getesteten Modi (32 und 64 kbps) lag die tatsächliche Bitrate mehrere kbps höher. In beiden Fällen wurden nur max. 50% der Vorlagen encodiert, die Resultate konnten nicht überzeugen. In Verbindung mit dem neuen, universell anwendbaren Verfahren SBR (s. unten) soll AAC bei mehr als 50% Ersparnis denselben Klang ergeben wie eine 'normale' *.aac.
Weitere Versionen:

3.2.3. Das AAC-Encoder-Plugin von Nero Burning ROM (aac.dll = 847.872 Bytes; aacenc32.dll = 802.816 Bytes; aacmp32.dll = 49.152 Bytes) erzeugt *.mp4 und erbringt ausgezeichnete Resultate; die Dateien sind mit Winamp und dem der neuesten Version 5 beigefügten Plugin in_mp4.dll (UPX = 157.696) abzuspielen, das auch alle *.aac verarbeitet. Nero's Mp4-Entwickler Ivan Dimkovich (s.o.) präsentiert zur CeBit 2003 das (künftig optierbare)

3.2.4. MPEG-4 High Efficiency AAC, das in den Versionen ab 6.6 enthalten ist und den vorläufig höchsterreichbaren Qualitätsstandard in den ökonomischen Kompressionsraten ab 20 darstellt. Ein mit dem Nero Wave Editor 2.0.0.58 und Kompressionsfaktor 22 (64 kBit/s konstant) erzieltes Beispiel ist der am 10. Juli 2005 in der Marburger Lutherischen Pfarrkirche mit dem Marburger Bachchor und dem Barockorchester L'arpa festante München von mir live aufgenommene Chor "The Lord gave the Word" (in G.F. Händels 1741 komponiertem "Messiah"), den Sie hier hören können. Wesentliche Klangunterschiede der nur 607 kB großen *.mp4-Datei zum immerhin 13,1 MB großen *.wav-Original sind mit den Notebook-Lautsprechern nur schwer wahrnehmbar.

3.2.5. Auf der Basis des von z.Plane und dem Heinrich-Hertz-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelten zAAC-Encoders bringt afterdawn.com den Encoder Compaact heraus. Das aus 12 Modulen bestehende, 5,7 MB (unkomprimiert) umfassende Programm arbeitet sehr schnell und erzeugt z.B. im 96kbps-Modus ausgezeichnet klingende Samples anspruchsvoller Klassischer Musik.
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*) "In a t/f coder, the input signal is first decomposed into a time/frequency (t/f) spectral representation by means of an anylysis filterbank prior to subsequent quantization and coding" (Fraunhofer-IIS, MPEG-4, Overview)
+) einzig mit dem FAAC-Plugin in_aac.dll (27.10.2k1, UPX=107.520 Bytes) werden alle mit Build 191 erzeugten Bit-Raten sauber abgespielt (und pauschal als "128 kbps 44 kHz" erkannt); 64 kbps-*.aac (Sprache Stereo) klingt wie die größeren Pendants (112 /128 /144 kbps),

3.3. Mit den beiden vorgenannten inkompatibel (und daher ausschließlich mit dem KJÖFOL-Player abspielbar) ist *.aac von Astrid Quartex (Encoder: aacenc.exe, 1.707.936 Bytes, Decoder: aacdec.exe, 541.420 Bytes, beide nicht komprimierbar; Frontend: EasyAACv121.exe, UPX=70.656 Bytes). Das Verfahren akzeptiert bislang nur 44,1 kHz-*.wav; die testweise aus 37.973.260 (Stereo) zu 1.745.554 Bytes komprimierte Sprach-Datei (K=21,8) klingt ausgezeichnet.

4. Weitere Kompressionsverfahren sind u.a.**):

  1. TAC (=Transparent Audio Coding, K+K Research), u.a. im sog. Music Publisher 02; soll vor allem bei sparsamen Bitraten (K-Faktor >15) deutliche Qualitätssteigerungen erbringen; inwieweit HQ-TAC mit dem LQT5-Modus "Transparent Audio" (128 kbps) verwandt oder identisch ist, war nicht zu ermitteln;
  2. PAC (=Perceptual Audio Coding) und
  3. ePAC (=Enhanced Perceptual Audio Coding, beide Lucent Technologies): sehr schnell; SDMI-kompatibel mit Verschlüsselung 256 (!) Bit; kann bislang (12/2000) nur mit AudioVeda erzeugt (und abgespielt) werden; die Programm-Suite Vedalab Media Engine (VME) soll alle ePAC-Funktionen bereitstellen. Eigene Erfahrungen: mit Audio Veda 2.0 m06.wav (46 MB) encodiert zu m6av-096.epc (Tabelle 3, 12a; 96 kbps); Klang vom unkomprimierten Original praktisch nicht unterscheidbar; damit Spitzenposition in dieser Bit-Rate (K=15)!
  4. VQF (Twin VQ (=vector quantized); Yamaha; angeblich 96 kbps VQF = 256 kbps MP3); in höheren Modi sehr langsam; gute Sprachverständlichkeit ab 8kbps/11kHz (1 kByte/sec, besser als RA-Modus 5); nach eigenen Erkenntnissen alle wichtigen Formanten schon bei 10 kbps/11 kHz (1,25 kb/sec.); für WinAmp-Wiedergabe müssen aus dem VQ-Player (vqp252... oder ähnl.) die Module decode32.dll (196.608 Bytes) und TwinVQ2.cdb (336.192 Bytes) nach \Plugins\ kopiert werden.
  5. ATRAC 3 (=Adaptive Transform Acoustic Coding; Sony); K-Faktor max. 20; angewandt in Minidisc-Recordern (Bild rechts), die im SP-Mode (standard play, fast CD-Qualität) mit 5-facher Datenreduktion arbeiten; mit LP2-Stereo wird 10-fach (entsprechend mp3/128 kbps), mit LP4-Stereo 20-fach (wie mp3/64 kbps) komprimiert. LP4 zeigt leichte Abstriche bei den Brillanzen, genügt jedoch für "informative" Sprachaufnahme; LP2 zeigt keine Unterschiede zum Original. Des weiteren ist im SP-Modus eine monaurale Aufnahme möglich mit doppelter Aufzeichnungsdauer und unverminderter Qualität.
  6. WMA (=Windows Media Audio; Bitraten ab 5 kbps; gute Resultate ab 64 kbps). In den Spar-Modi "der Real-Audio-Killer"++): nach eigenen Versuchen akzeptable Sprachqualität (Mittelwelle) schon bei K=100 (6 kbps/8 kHz, 0,9 kBytes/sec.); K=69: sehr gute Verständlichkeit bei <20 kbps/22 kHz (stereo => mono; 2,5 kBytes/sec., Stereo-Musik s. Tabelle 3, 2); durchsichtige Stereo-Wiedergabe bei 32 kbps/32 kHz (K-Faktor 43), eindeutig besser als vergleichbare Liquid Tracks; ältere Sprachaufnahmen, die von Stereo-Tonkopf auf CDR übertragen wurden, lassen sich ohne Qualitäts-Abstriche mit 22kbps/32 kHz Stereo encodieren; das gesamte "Lautdenkmal" von 1936/7 mit seinen 306 Aufnahmen von zus. etwa 18 Std. Dauer findet so noch auf einer Mini-CDR (8 cm) Platz. 
    Mittlerweile (5/2001) existiert eine WMA-Version 8 mit neuen Codecs (zunächst als Kommandozeilen-Programm wm8eutil.exe und Win-Oberfläche wm8egui.exe). CD-Qualität soll hier schon bei 64kbps / 44 kHz erzielt werden.
    => Arbeiten Sie (noch) unter Win98 /98SE /ME, so installieren Sie außer den oben genannten, mit WMP 7 und WMEnc 7.1 kompatiblen Modulen auf keinen Fall den ab 5/2k1 schon als Beta-Version erhältlichen neuen Windows Media Player 8; dabei werden Systemdateien durch inkompatible Versionen ersetzt und wichtige Funktionen (z.B. System-Verwaltung) außer Kraft gesetzt; Sie müssen in diesem Falle:

    VERSUCHE ZU WMA 8 und 9:
    [1] (15.5.2k1) Mit Cool Edit pro 1.2a aus eigener dialektologischer Feldaufnahme eine 3' 45" lange und 39.599.320 Bytes umfassende Datei (CD-Qualität, 44 kHz Stereo) erstellt, die mit dem neuen WMA8-Codec im Modus 32 kpbs / 44 kHz Mono zu nur 920.874 Bytes komprimiert wurde. Qualitätsunterschiede zum 43mal längeren Original sind kaum festzustellen; das zeigte sich jedoch auch schon bei WMA 7.
    [2] (16.5.2k1) Die inzwischen editorisch zu 37.973.260 Bytes gekürzte Original-*.wav im Modus 20kbps / 22kHz Mono zu 558.218 Bytes komprimiert, das entspricht einem K-Faktor von 68; dennoch fast klangidentisch mit [1] und auch für dialektologische Präsentation als verlustfrei zu betrachten. Aus dieser Einspielung hier die Wenker-Sätze zwei (12.158 Bytes) und neun (20.780 Bytes).
    Versuche, das sehr scharf klingende Original [1] und [2] jeweils als Stereo-*.wma zu encodieren, erbrachten unnatürlich scharfe,  etwas schwimmende Resultate, während sich die Kompression Stereo => Mono in bezug auf Störfreiheit und Klangneutralität als ideal erwies.
    [3] (16.5.2k1) Versuche, mehrere mit Stereo-Tonkopf abtastend auf CD überspielte, später als 64-kHz-*.mp3 archivierte, mit starkem Knistern durchsetzte frühe Aufnahmen (1936) des "Lautdenkmals" nach Re-Konversion zu *.wav mit Cool Edit zu "reinigen" und dann zu *.ra oder *.wma mono zu re-encodieren, führten zu sehr dumpf klingenden Dateien. Zweikanalig erbrachte allein der Modus 32kbps/32 kHz annehmbare Resultate, während stärker reduzierende Modi klanglich inhomogenen Sprachfluß mit störenden Artefakten produzierten. Aus alledem könnte man folgern, daß bei solchen Operationen Phasenbeziehungen und damit Korrelationsgrad des aus welchen Gründen auch immer zweikanalig erstellten Originals eine bedeutende Rolle spielen.
    [4a,b] (19.5.2k1) Pre-Emphasis und Korrelation der 6/91 mit Eigenbau-Einpunktstereomikrofon (zwei schwenkbare Kugel-ECM-Zwillingsmodule auf Traverse) und TCD5M gemachten analogen Aufnahme des Großseelheimer Sprechers (s.o. [2]) sind anscheinend so günstig, daß selbst bei 260,7-facher Datenreduktion mit dem ökonomischsten *.wma-Algorithmus (5 kbps mono, 145.664 Bytes) noch ein durchaus präsentables, allerdings mit 'künstlichem Raumklang' unterlegtes Resultat herauskommt, während die (am 2.6.2k1) mit 285-facher Reduktion (5 kbps mono, 133.300 Bytes) erzeugte Real-Audio-Datei ebenso gut durchhörbar ist, aber neutraler und natürlicher klingt. Ein mit hoher Pre-Emphasis zu Real Audio 5 / 16kBps mono wide (K-Faktor 88) encodiertes Sprachsignal ist in bezug auf Klang (Bandbr. 8 kHz) und Datenökonomie (2 kBytes je Sekunde) noch immer eine gute Alternative und läßt sich außerdem von jeder Homepage aus auch als Audio-Stream (*.ram) abrufen.
    WMA 7 und 8 zeigen interessante und durchaus angenehme Effekte bei anspruchsvoller Musik (Bach, Osteroratorium und Magnificat); diese klingt schon bei 64 kBps / Stereo frisch und stark; besonders bei Instrumental- und Vokalsoli hat man den Eindruck, daß Wesentliches verstärkt wird.
    [5] (19.6.2k1) Stereo-Dialektsketch (Schwalm, 6.6.2k1; 12.165.268 Bytes): auch die Modi 48 kBps/44.1 kHz (427.613 Bytes) und 32 kBps/44.1 kHz (288.322 Bytes) klingen noch ansprechend und natürlich. Ich empfehle, jeweils die höchste Sampling-Frequenz zu wählen!
    [6] Verglichen mit Real Audio /32 kbps arbeitet WMA 9 /(20 oder) 22 kbps wirtschaftlicher und klangschöner. Aus diesem Grunde habe ich in meiner Lautdenkmal-Seite nachstehende Proben entsprechend umgearbeitet; mit 32 kbps klingt die Frankfurter Aufnahme überragend:
    * Frankfurt am Main  (282 / U' 19,17; red. bearb.; 3. Fassung 25.5.2k3 /wv/hl, wma9)
    * Freudenstadt /Schwarzwald (163 / p' 17,3; red. bearb.; 3. Fassung 25.5.2k3, wma9)
    * Kassel  (281 / F' 23,10; 5. Fassung [leicht gekürzt] 23.1.2k2 /wv; 25.5.2k3, wma9)
    * Norddeich /Norden (Ostfriesland; 219 / C 9,1; red. bearb., 30.11.2k1 /wv; 2. Fassung 25.5.2k3 /hl, wma9)
    * Pantenburg /Wittlich (Eifel; 248 / U' 8,5; red. bearb., 18.4.2k3 /hl/wv, wma9 22.5.2k3)
    * Wulfen / Recklinghausen (229 / A' 9,1; 3. Fassung 25.5.2k3 /hl, wma9)

    Den State-of-the-Art der angewandten WMA-Kompression repräsentiert der im Oktober 2006 eingeführte Olympus-Kleinstrecorder WS-200S. -> hierzu mein Erfahrungsbericht.

  7. MP3i[nteractive], entwickelt von First International Digital und Songdog, enthält zusätzlich Song-Texte und Graphik (für Karaoke); benötigt einen speziellen Player (z.B. Irock 680).
  8. MP3 Pro, auf Fraunhofer-Basis entwickelt von Thomson multimedia und Coding Technologies als Konkurrenz zu WMA 8, soll schon mit 64 kbps die Performance des herkömmlichen Formats bei 128 kbps erreichen und bis Ende 2001 in Hard- und Softwareprodukte integriert werden.
    "mp3PRO is the combination of mp3 and SBR in a backwards compatible way. SBR (Spectral Band Replication) is a new audio coding enhancement tool. It improves the efficiency and fidelity of conventional audio codecs and offers full audio bandwidth at virtually all bitrates."
    (Quelle: http://www.codingtechnologies.de/technology/mp3pro.htm)
    Die freie Demo-Version des auf  64 kBps (K=22) MP3pro beschränkten RCA-Encoders und MP3-Universal-Players wurde am 14.6.2k1 vorgestellt; vgl. Tabelle unten.
    Encoding eigener Live-Aufnahmen:

    MP3Pro in Vollendung
    1. Seit dem 25.8.2k1 kann eine verbesserte Version (1.02) des 64-kbps-Encoders/-Players als "evaluation package" geladen werden; erstmals ist auch das langersehnte Winamp-Plugin verfügbar. Diese Kombination testete ich am selben Tage mit anspruchsvollster Musik: meiner Live-Aufnahme des ersten Satzes von Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61, sechs Tage zuvor himmlisch dargeboten von Elisabeth WEBER und dem Prager Dvorák-Sinfonieorchester unter Stanislav BOGUNIA in der Bad Hersfelder Stiftsruine. Die bis in die allerhöchsten Lagen jubilierende Geige stellt entsprechende Anforderungen an Hard- und Software. Das 24' 38" lange Stück wurde mit meinem P III/800 (Gericom-Webboy) in 8' 59" (mit durchgehend 2,7-facher Geschwindigkeit) zu 11.834.433 Bytes komprimiert; die Wiedergabe via Winamp-Plugin ist überragend - praktisch kein Unterschied zum Original. Leichte Probleme gab es dagegen bei einigen schnell bewegten Chor-Passagen, die mit WMA8 / 80kbps verfärbungsfrei encodiert werden konnten.
    2. NEROs Wave-Editor enthält ab Version 5.5.5.1 ein MP3pro-Modul, das Raten von 32 kBps mono bis 96 kBps stereo verarbeitet. Die bereits mit 32 kBps stereo erzielbare hohe Qualität zeigte sich eindrucksvoll in meinem Ottrauer Dialektsketch, dessen Original-Länge (*.wav) von 48.620.584 Bytes ohne relevante Verluste auf nur 1.102.182 Bytes (*.mp3) reduziert wurde; das bedeutet einen K-Faktor von 44. Ein Orgelstück mit Trompeten-Register (59.837.128 Bytes) wurde mit K=35,29 zu 40 kbps/44.1 kHz komprimiert und zeigte in Winamp 2.78 mit dem neuen MP3Pro-Modul noch beachtliche Klangqualität. Mit mp3pro / 48 kb encodierte, sehr detailreiche Mundart-Beispiele finden Sie hier.

    MP3-Wiedergabe-Geräte
    In den letzten drei Jahren wurden zahlreiche stationäre und portable Geräte entwickelt, die auch Datenträger mit MP3-Dateien abspielen können; davon wurden getestet:
    a) der Roadstar-PCD 3025 MP,
    b) der Riovolt SP 50 (Abbildung hier) und
    c) die Thomson Lyra Personal Jukebox PDP 2820

    (a) und (b) sind flache, batterie- und akkubetriebene "Discman"-Geräte und können sowohl handelsübliche und selbsterstellte Audio-CDs wie auch solche mit MP3-Files abspielen; während (a) bei kontinuierlich rotierendem Laufwerk *.mp3 erst ab 96 kBit/s in voller Länge reproduziert, liest (b) zunächst die Datei voll ein, stoppt dann und spielt die jeweils letzten zwei Minuten aus dem Speicher (was nicht nur die Stoßfestigkeit wesentlich verbessert, sondern auch den Stromverbrauch reduziert); zudem werden alle MP3-Formate bis hin zu 24 kBps vollständig und klangrein verarbeitet.

    (c) Bei einer Größe von nur ca. 13 x 7,6 x 2,8 cm und 312 g Gewicht ist die PDP 2820 (die es inzwischen auch in einer drahtlosen Version gibt) mit ihrem eingebauten Mikro-Computer und Massenspeicher ein kompaktes Wunder an feinmechanischer Präzision und performativer Vielseitigkeit. Die mit 5-VDC-Schaltnetzteil oder von internem Lithium-Ionen-Akku (max. 12 h Wiedergabezeit) betriebene Personal Jukebox (Digi-Foto re.) enthält eine mit FAT 32 formatierte, autonome 20-GB-Festplatte (4.200/min., 12 ms), interne Dateiverwaltung, einen digitalen Signalprozessor (DSP) mit Equalizer, einen mit interner Software gesteuerten Decoder für MP3 und MP3 pro (=> Bild li.; mit Update der mp3.exe = 374.657 Bytes v. 9.1.2k3) und WMA 7 (s. unten) sowie einen DA-Wandler mit Kopfhörerverstärker. Im Lieferumfang enthalten sind: USB-Kabel, (teilweise umschließende) Gürteltasche (mit Clip), Autoradio-Koppelcassette, Autoadapter für 12 V, Stereo-Hörer mit Hinterkopfbügel und eine CD mit PC-Software für Installation und MP3-Coding (MusicMatch Jukebox 6.1, im WWW Update auf 7.5; MP3Pro-Modul nur in Plus-Version aktiv). Via USB (1.1) angekoppelt, dient die Lyra als externe 20-GB-Festplatte.

    Als vollwertiges (und damit auch Backup-fähiges!) Zusatzlaufwerk erkannt und ins PC-System eingebunden, verträgt sie alle entsprechenden DOS-Operationen, also nicht nur das Anlegen von Pfaden sowie das Einspielen, Überschreiben und Löschen aller Arten von Dateien, sondern auch ZIP-Exploring, das Offline-Betrachten einer komplexen Homepage (mit hunderten von Directories) und eine Defragmentierung mit dem Diskeepertm (re: aus dem Report vom 12.1.2k3; die Zahl von 1.178 Directories erklärt sich u.a. aus einer über 1,6 GB großen WWW-Site mit umfangreicher Datenbank, die sich problemlos von der Lyra auslesen läßt). Die eingespielten *.mp3 lassen sich entweder via USB einlesen und im PC mit einem beliebigen Player abspielen oder - ohne PC - autonom von der Lyra via Line out oder dem Kopfhörerausgang (beide regelbar) in eine beliebige Stereoanlage einspeisen; das 8 MB große interne SD-RAM (!) dient als Zwischenspeicher, was bei 128 kBps MP3 (CD-ähnl. Qualität) mindestens 8 Minuten rüttelfeste Wiedergabe ermöglicht. Nach jeder Änderung der Lyra-Datenstruktur nimmt das Gerät auf Wunsch eine interne Überprüfung (Profiling) vor; auch zahlreiche neu angeordnete Pfade und tausende von Dateien lassen sich danach mit den Pfeiltasten und dem Display ansteuern. Mit dem internen Decoder werden selbst 24-kBps-Dateien (-> Lautdenkmal) problemlos reproduziert; die im 64-kBps-Modus (20-fache Datenreduktion) mit verschiedenen Live-Aufnahmen (z.B. Zauberflöte; incl. Beifall, s.u.) getestete Wiedergabe an einer Stereoanlage und im beiliegenden Kopfhörer ist erstaunlich gut; mit 96kBps/MP3Pro encodiertes kritisches Programm-Material läßt keine Wünsche offen. Sofern das eigentlich für den kleinen RCA-64MB-Player entwickelte Programm wma.exe (81.145 Bytes, 26.5.2k) in den System-Ordner der PDP eingespielt und aktiv ist, spielt das Gerät auch WMA-7-Dateien; erfolgreich getestet wurden die Formate 8 kBps Mono (MW-Qualität, noch gut verständlich) sowie in Stereo 48 kBps (UKW-Qualität) und 96 kBps (sehr gut, wie CD-Qualität). Die Thomson Lyra Jukebox sollte zur Standardausrüstung eines jeden Musik- oder Sprachpädagogen gehören.
    [7] Inzwischen (Stand: 2011) haben sich viele Vorteile der WMA-Codierung in Luft aufgelöst und ist für all jene, die im Vertrauen auf nachhaltige Anwendbarkeit solche Files encodiert haben, eine untragbare und sehr ungerechte Situationn entstanden. Ich habe seinerzeit z.B. von einer mit selbsterstellten Samples entworfenen und in Lehrveranstaltungen eingesetzten Mundart-CD wma-Dateien erstellt; bei dem Versuch, diese abzuspielen oder in einen Konverter einzulesen, werde ich ein Jahrzehnt später seitens des Softwaregiganten Microsoft mit der Meldung konfrontiert, jede diese Dateien verlangten eine besondere Lizenz, sie müsse heruntergeladen werden und die Vergabe der Lizenzen werde protokolliert. Ist die Lizenz erteilt, kann nun die *.wma zwar (mit Winamp) abgespielt, jedoch nicht z.B. mit einem Konverter oder Audio-Editor verarbeitet werden. Ich habe nichts gegen digitales Rechte-Management bei kommerziellen (Ton- und Video-) Dateien, halte diese auch privat erzeugte Dateien betreffende Zwangsregelung jedoch für unverschämt.und kann durchaus nachvollziehen, wenn sich Betroffene darum bemühen, praktibale Auswege zu finden.

**) Erfahrungsberichte folgen.     ++) so jedenfalls eine griechische Quelle

Trotz aller Verbesserungen und Neuentwicklungen darf nicht unterschlagen werden, daß in besonders kritischen Programm-Materialien (akustischen Prozessen) Kompressionsgrade von 20 und mehr dem originalen Klangbild und -verlauf möglicherweise gewisse Anteile entziehen, die im einen Falle (Sprache als Kommunikation und nicht als Meßobjekt) irrelevant und daher entbehrlich scheinen, in anderen Klangformungsprozessen jedoch zweifelsfrei fehlen: so zeigten sich beim Abhören einer mittels des neuen, zum Easy CD Creator 5 gehörenden Programms Soundstream aus *.wma re-konvertierend auf CD gebrannten Live-Aufnahme (1995) deutliche Mängel beim stereophon dokumentierten Beifall, der ziemlich unnatürlich wirkte. Ich habe daraufhin anhand einer exzerpierten Beifall-*.wav (5.460.028 Bytes) untersucht, wie verschiedene Kompressionsalgorithmen mit diesem anscheinend kritischen Programm-Material umgehen; zur Wiedergabe diente WinAmp 2.75, die Ergebnisse zeigt folgende Tabelle (Änderungen und Ergänzungen vorbehalten!).
Anm.: Organische Fitness des Hörers/Beurteilers sowie Phasenverhalten und Klangeigenschaften der Wiedergabe-Anlage können den Höreindruck ebenso beeinflussen wie ggf. Unstimmigkeiten bei den geladenen Treibern; aufgrund in Abständen wiederholter Hörvergleiche wurde untenstehende Tabelle mehrmals erweitert und umgeschrieben, die Beurteilung kann nicht als endgültig gelten. Unterschiede zeigen sich deutlicher besonders bei didaktischen Präsentationen in Hörsälen, wo bei größeren Lautstärken Verfärbungen und Artefakte stark datenreduzierter Audiosignale stärker zur Geltung kommen als in kleinen Räumen.

Nr. Datei   Bytes   Typ / Stereo.Modus kBit/s Samp Komp Klangbild / Durchzeichnung Note
  1 appl-32.ra 124.088   Ra 5, 5 kHz     32   44 MW-Qualität, schwimmend 4-
  2 appl-32.vqf 124.251   Twin-VQ     32  16   44 etwas heller als [1] 4+
  3 appl-32.wma 132.122   WMA 8     32   41,3 schwimmend, metallische Spitzen 4-
  4 appl-L40.mp3 154.800   Lame CBR 3.88     32   35 Mittelwellenklang 4
  5 appl-20.vqf 154.952   Twin-VQ     40  22   35 etwa wie [7] 3
  6 appl-40.mp3 155.160   FhIIS     40   35 etwa wie [7] 3
  7 appl-40.ra 155.620   ISDN     40   35  heller als appl-40.mp3 3+
  8 appl-40.wma 164.378   WMA 8     40  32   35 etwas heller als [7], metallisch 2-
  9 appl-48.mp3 186.192   WMA 7     48   30 neutral 2
10 appl-48.wma 194.936   WMA 8     48  44.1   28 etw.breitbandiger, leiser als [7] 2
11 appl-mj56.mp3 217.234   MMJB 6, CBR     56   25 etwa wie [10] 2
12  appl-64.mp3 247.104   FhIIS in AAPS 2.04     64   22 neutral, kräftig 2
13 appl-64.vqf 247.510   TwinVQ     64     22 wie [12] 2
14 appl-L64.mp3 247.640   Lame CBR 3.88     64   22 bedeckt gegenüber [12] 2-
Thomson Lyra (Stream)   MP3, Intern-Decoder     64   22 klar, neutral 1-2
15 appl-pro.mp3 248.605 MP3Pro (Demo-Enc.)     64   22 hell, klar, wenig verfärbt*) 1-
16 appl-64.wma 261.836   WMA 8     64    21 hell-metallisch, etwas schwimmend 2
17 appl-80.ra 310.660   2xISDN     80  17,6 hell, klar 1
18 appl-L80.mp3 309.600   Lame CBR 3.88     80  17,6 hell, klar, neutral 1
19 appl-96.mp3 371.531   FhIIS V.1 Build 63     96  14,7 klar 1
20 appl-96m.aac 372.547  AAC Main (MBSoft)°)     96  14,7 klar 1
21 appl-96.wma 391.118   WMA 8     96   14 klar 1
22 appl-112.aac 435.034 TF-AAC, PsyTel 1.24°)   112 12,6 klar, brillant, völlig neutral 1

*) kein Wiedergabe-Klangunterschied zwischen WinAmp 2.75 (in_mp3.dll) und mp3proplayer.exe (UPX=378.880 Bytes)
°) mit WinAmp-Plugin in_aac.dll (128.512 Bytes)

In diesem Beifall-Test hielten die neuen WMA-8-Algorithmen nicht immer das, was sie versprachen: 64 kBps brachte noch keine CD-Qualität, andererseits erbrachten 48 kBps bei 44.1 kHz Sampling-Frequenz ein zwar leises, doch sauber und neutral wirkendes Klangbild; MP3pro [8] bringt in unserem ersten Versuch bei 64 kBps eine deutliche Verbesserung und entspricht mit seinem 'luftigen' Klang etwa den 80kBps-Modi. In einigen Fällen hat sich mit WinAmp oft erst nach ca. 1/2 Sekunde ein stabil bleibendes Klangbild aufgebaut. Der für andere Signale (s.o.) ideale Lame-Encoder (V. 3.88) klingt hier bei 64 kBps (CBR und VBR) weniger durchsichtig als sein Fraunhofer-Pendant und entfaltet seine Stärke erst bei 80 kBps. Das in bezug auf Phasen- bzw. Korrelationsprobleme unempfindliche Real Audio produziert in sparsamen Stereo-Modi wenig oder keine Artefakte, sondern reduziert eher die Bandbreite, während WMA 7 und 8 bei 'psychedelischem' Stereo-Encoding ab K=>35 zunehmend befremdliche Verfärbungen erzeugen, jedoch bessere Resultate erzielen, wenn Stereo=>Mono encodiert wird (s. auch oben). Das noch bei 64-kBps überraschend verfärbende AAC behauptet sich im "Main"-Mode bei 96 kBps und erreicht als TF-AAC bei 112 kBps eine schon oben (für korrelationskritische Mikrofonaufnahmen) festgestellte Spitzen-Position.

Ähnlich kritisch wie beim Applaus gestaltet sich das Encoding eines angeschlagenen Hi-Hat im Schlagzeug von Jazz-Combos und Big-Bands, wo vermutlich ähnliche Spektralanteile und Schallverläufe entstehen.

Nach unseren bisherigen Erkenntnissen wird wohl immer vom jeweiligen Programm-Material (Sprache, E-/U-Musik, Klangkörper und -struktur) abhängig individuell zu entscheiden sein, zu welchem Typ (*.ra, *.mp3, *.vqf, *.wma) und mit welchem Grad das Signal zu komprimieren ist bzw. noch komprimiert werden kann. Hierzu noch folgendes zur Klarstellung:


Direkte Kompression durch Audio Capture und CD Ripping

Wie bereits oben zu Real Audio unter 1 (b) beschrieben, können Sie bestimmte Programme als Hardware-simulierende Devices nutzen, an deren Eingang Sie entweder live generierte Audio-Datenströme einspeisen oder als digitale Konserve eine CD(R), deren Spuren eingelesen (ripped) werden. Diese Programme wandeln die eingelesenen Informationen direkt um in entsprechende Kompressionsformate: 

           Programm      erzeugt 
Audio-Format
              durch / *nach
       file
conversion
    constant
stream capture
   CD
ripping
Real Audio Encoder 3.1   *.ra  (3 und 5)         X           X  
Real Producer G2 8.5   *.rm         X           X
Real Jukebox   *.ra, *.mp3         X      X
Audio Active Production Studio (AAPS) 2.04   *.mp3         X      X
Windows Media Encoder 7 + 8   *.wma 7         X           X
Sonic Foundry Sound Forge 5.0  *.rm /mp3 /wma 7         X    *X
dB PowerAmp Music Converter  *.ra,*.mp3pro, wma8 usw.         X      X
Music Match Jukebox (MMJB) 6.0   *.mp3, *.wma 7         X           X      X

Wie durch eigene Versuche ermittelt, eignen sich nicht alle CD(R)- oder DVD-Laufwerke für dieses Verfahren; das im Gericom-Webboy eingebaute TORiSAN DRD-U824 produzierte ohne optionale Fehlerkorrektur mit der Music Match Jukebox V. 6.0 (64-kBit-)*.wma, die vom Start weg in kritischen Höhenbereichen (z.B. Schlagzeug: Hi-Hat) immer mehr zischelten bzw. nach Leslie-Sound klangen, während der an diesem Notebook via LPT1 angeschlossene, bereits betagte HP-Brenner 7100e (2x2x6x) mit bis 3-facher Einlesegeschwindigkeit in allen entsprechenden Fällen gleichbleibend gute Resultate lieferte. Die Wandler-Qualitäten des neuen Sound Forge 5.0 sind überragend, desgleichen die mit dB PowerAmp und dem hierbei eingebundenen RCA-Player/Konverter erzeugten mp3pro-Files.
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Beim Test-Encoding verwandtes Equipment:

  1. Modifizierter Cassettenrecorder ITT SL 700 Stereo; KENWOOD KX 9010 u.a. an Soundkarte Line in bzw. via USB-Interface U2A
  2. [a] Cyrix 150+, 16 (bzw. 32) MB EDO-RAM, HD 2.1 GB (SCSI), MIRO-PCM 1;
    [b] P II/300, 64 bzw. 192 MB S-DRAM, HD 10+ GB (3 Festplatten), Soundkarte 16-Bit
    [c] IBM Thinkpad 755 C: 486/50 MHz, 20 MB RAM, HD 350 MB, Sound 16 Bit, ext. ECM mit Präsenzanhebung
    [d] P 166 MMX, 32 MB RAM, HD 2.1 GB, Sound 16 Bit
    [e] Gericom Webboy, P III /800 MHz, 128 MB RAM, 10 GB HD, Sound 16 Bit (alle Versuche Januar bis 25.8.2k1; Signal-Einspielung via USB-Interface U2A);
    [f] ASUS L 8400 (P III /850 MHz, Audio-Line in, zusätzl. ab 9/2k1)
    [g] Bullman EK4 P4 Grand (P IV/2.8 GHz, zusätzl. ab 2/2k3)
    [h] IBM Thinkpad 760 XL (Pentium 1/166 MMX, 64 MB RAM, 3 GB HD, ab Mitte September 2k3)
    [i] DELL Inspiron 9100 (P IV/3,4 GHz, 1 GB RAM, 100 GB HD), ab Dezember 2k5
    [j] hp Compaq nx6110, Centrino 1,5 GHz, erweitert auf 1,2 GB RAM, 40 GB HD, ab Juni 2k5
    [k] ACER-Handheld n35 (266 MHz, 64 MB SD-RAM, AC'97-Codec), ab Oktober 2k5
    [l] OLYMPUS Voice Recorder WS-200S und WS-300M, ab Ende Oktober 2k6
    [m] Marantz-Flashrecorder PMD680 (für mp2), ab 8/2k7
    [n] OLYMPUS Voice-Recorder DS-40, ab Anfang 2k8   
    [o] Zoom-H2 SD(HC)-Flashrecorder, ab Mitte 2k8
    [p] Medion Akoya (Netbook) E1212, ab März 2k9
    [q] Apple Mac Book pro, ab Juni 2k10
  3. Windows 95, 98SE, 98ME, 2k, Server 2003, XP prof., Vista Home premium, Windows 7; Cool Edit Pro 1.0, 1.2[a], 2.0 / Audition 1.5 - 3.0 (mit mp3-Codec und ab 4/2k1 Direct-X-Plugins); RA-Encoder 3.0 und 3.1 (32 Bit; für *.ra) und RM-Encoder 5.1 (für *.rm); für MP4-AAC s. Fußnote zu Tabelle 3 (oben); Fraunhofer-Codecs MP3; LAME-Encoder ab V. 288; RCA-Codecs MP3Pro; Windows Media Encoder 7, 8, 9, 9.1; Nero Wave Edit für die neuen AAC-Codecs; Real-One-Player 10; Real-One-Player 1 und 1.1 für PDA's; Easy Real Converter 1.4 (mp3 -> RA) u.a.

Wird ergänzt. Kommentare sind jederzeit willkommen.
(c) Dr. W. Näser, Marburg 12/96 ff.

[101] Stand: 9.6.2014 (zuletzt 29.9.2011)